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Initiative gegen sexuelle Gewalt im Sport
SV Rosellen:
Initiative gegen sexuelle Gewalt im Sport

Anzügliche Blicke, zweideutige Bemerkungen, das scheinbar zufällige Berühren des Körpers – bereits diese Verhaltensweisen stellen für viele Betroffene Formen sexuellen Missbrauchs bzw. sexueller Gewalt da. Und überall dort, wo Abhängigkeiten bestehen, also beispielsweise in der Familie, in der Schule, in Jugendgruppen und nicht zuletzt auch in Sportvereinen, ist die Gefahr der Anwendung dieser speziellen Formen von Bedrohung besonders groß.

 

Die gemeinsame Initiative „Wir können auch anders!“ von NRW-Sportministerium, Sportjugend NRW sowie Landessportbund  will jetzt Wege zu einer Prävention sexualisierter Gewalt im Sport aufzeigen. Und mit besonderem Engagement folgt der SV Rosellen als zweitgrößter Sportverein in Neuss den hier aufgezeigten Lösungschancen. In einer ersten Initiative wurden zwei Experten von Landessportbund und Sportjugend NRW eingeladen, die 14 Übungsleitern des SV Rosellen grundlegende Informationen über Formen sexualisierter Gewalt vermittelten.

In einem weiteren Schritt sollen gemeinsame Handlungsstrategien zur Prävention und zum Umgang mit dieser übrigens nicht nur Mädchen und Frauen betreffenden Bedrohung entwickelt werden. Da vor allem Sprachlosigkeit und Tabuisierung das Aufkommen sexueller Gewalt begünstigen, planen die Rosellener, für alle Übungsleiter und Kursteilnehmer eine konkrete Person als Ansprechpartner zu benennen, die dank besonderer fachlicher und menschlicher Kompetenzen als Problemlöser auftreten kann. Außerdem werden derzeit im Verein Möglichkeiten einer gezielten Ansprache von Mädchen und Jungen diskutiert.

Rudi Kaglin (Pressewart)